Massage

Die Massage zählt zweifelsohne zu den ältesten Heilmitteln der Medizin
(ca. 2600 v.Chr. in China und später auch in Ägypten).

Die im heutigen europäischen Kulturkreis angewandte Massageform erhielt im 19. Jahrhundert ihre Struktur und ihren Ablauf vom schwedischen Heilgymnasten Per Henrik Ling und dem holländischen Arzt J. Georg Mezger.

Unterschiedliche Massagegriffe (Zug-, Dehn- und Druckreize) finden, je nach Behandlungsziel, in der Kombination, Intensität, Dauer und Schnelligkeit ihre individuelle Anwendung. Dabei ertastet die Hand des Therapeuten Eigenart und Veränderungen des Gewebes und be„hand“elt im wahrsten Sinn des Wortes die Problembereiche.

Positive Effekte treten oft erst nach einer Folge von 6-10 Anwendungen ein, mit 2-3 Behandlungen die Woche. Die Wirkung der heutigen klassische Massage wurde schon in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen und hat im Laufe der Jahrhunderte mehrere Varianten hervorgebracht (z.B. Bindegewebs-, Sport-, Colon-, Wellnessmassage).

Samuel Hahnemann empfahl im Jahre 1810 „... das sogenannte Massieren durch eine kräftige, gutmütige Person, welche den chronisch Krankgewesenen, der zwar geheilt, aber noch in langsamer Erholung begriffen ist und noch an Abmagerung, Verdauungsschwäche und Schlafmangel leidet, die Muskeln der Gliedmaßen, der Brust und des Rückens ergreift, sie mäßig drückt und gleichsam knetet. Dadurch wird das Lebensprinzip angeregt, in seiner Gegenwirkung den Tonus der Muskulatur und ihrer Blut- und Lymphgefäße wieder herzustellen."

Aus: Albert Hoffa, Technik der Massage, Enke Verlag Stuttgart 1893

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